27 February 2020

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The Ubisoft Developers Conference - Einsichten in die UDC mit Josiane Morel

Die Ubisoft Developers Conference (UDC) wird jedes Jahr in Montreal abgehalten und bringt Ubisoft-Teams aus der ganzen Welt zusammen, um sich über gesammeltes Wissen auszutauschen und neue Ideen zu aktuellen Lösungen und Innovationen zu teilen. Im Verlauf der Konferenz, die diese Woche stattfindet, haben wir mit der technischen Leiterin bei Ubisoft Quebec, Josiane Morel, darüber gesprochen, warum die UDC ein einzigartiges und interessantes Event ist und warum sie jedes Jahr gern daran teilnimmt.

[UN] [News] Die Ubisoft Developers Conference - Einsichten in die UDC mit Josiane Morel - JosianeMorel

Was hast du aktuell für eine Aufgabe? Wie lange arbeitest du schon bei Ubisoft?

Josiane Morel: Ich habe als Technische Leiterin für die Engine von Assassin’s Creed Odyssey begonnen und nun bekleide ich die gleiche Position bei Gods & Monsters. Ich bin seit 2007 bei Ubisoft, zunächst in Montreal und seit 2009 in Quebec. Ich begann unter Anderem mit der Arbeit an Casual Games auf der Wii und anschließend an der Marke Assassin’s Creed. Es ist faszinierend, wie unterschiedliche die Arbeit an den unterschiedlichen Spielen ist.

Was bedeutet die UDC für dich? Warum nimmst du daran teil?

Josiane Morel: Die UDC ist die Feier von technischen Ideen und neuen Entwicklungen bei Ubisoft. Hier treffen sich unsere Entwickler, um über bemerkenswerte Durchbrüche zu berichten oder darüber zu diskutieren und das ist auch der beste Ort, um sich mit Leuten aus den anderen Studios und Ländern zu treffen, die sich für die gleichen Themen interessieren wie wir. Das ist außerdem ein ausgezeichneter Ort, um unwahrscheinliche Zusammenarbeiten einzufädeln, die sonst nie zustande gekommen wären. So wie im letzten Jahr, als ein paar Leute ein anderes Meeting ins Leben gerufen haben, nachdem sie sich mit dem Patchen von Daten beschäftigt hatten.

__Die Art, wie man Spiele entwickelt ändert sich stetig und entwickelt sich weiter. Wie bleibst du, was neue Konzepte und Technologien betrifft, auf dem Laufenden?

Josiane Morel: Nun, dazu gehört natürlich auch die UDC. Ich kann hier sehen, was woanders im Unternehmen und in der Industrie passiert. Außerdem habe ich das Glück, dass ich viel Kollegen habe, die auch gern auf dem aktuellen Stand sind und das gern mit uns allen teilen. Und natürlich ist es für einen Programmierer schwer, das Internet als Informationsquelle zu ignorieren.

Welche ist die größte Änderung, die du in der Spieleindustrie in den letzten Jahren gesehen hast? Wie hat sie deine Arbeit beeinflusst?

Josiane Morel: Das war keine sehr aktuelle Änderung in der Industrie, aber sie ist mir kürzlich erst wieder begegnet. Wir unterstützen unsere Spiele nun so viel länger nach der Veröffentlichung als wir es früher taten. Ich meine, als ich hier anfing, haben wir DS- und Wii-Spiele gemacht. Es gab das Gold Master, die finale Version des Spiels, die dann in das Presswerk geschickt wurde und das ultimative Ziel war, dass hier alles drin ist. Danach gab es kaum noch etwas dafür zu tun. Assassin’s Creed Odyssey war für mich diesbezüglich eine unglaubliche Veränderung, mit seinen vielen Patches und zusätzlich veröffentlichten Inhalten nach der Veröffentlichung auch noch Monate nach dem Master. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, die es bis dahin nur in wenigen Spielen gab.

Mit einer neuen Generation von Konsolen vor der Tür, was sind da deine neuen Herausforderungen und Möglichkeiten als Entwickler?

Josiane Morel: Eine neue Konsolengeneration ist immer aufregend, oder? Mit dem Versprechen von atemberaubenden Performancesprüngen und manchmal ungewöhnlicher Peripherie oder neuen Möglichkeiten, ein Spiel zu steuern, treiben neue Konsolen immer wieder die Fantasie der Entwickler an. Ganz neue Mechaniken und technologische Durchbrüche werden in diesem Kontext geboren. Neue Konsolen können uns aber auch vor Herausforderungen stellen, weil zum Beispiel neue Tools noch nicht die Funktionen haben, die erst mit Updates und Zeit kommen. Häufig müssen Updates eingespielt und der Code an die Funktionen der neuen Hardware angepasst werden. Das ist immer ein verrücktes Rennen bis zur Veröffentlichung, besonders für die Jungs von der Engine und im Rendering-Team. Aber gerade das macht den Job so spannend.

Weißt du ein Beispiel, bei dem der Besuch der UDC dir oder deinem Team direkt geholfen hat, ein Problem zu lösen oder etwas zu verbessern, an dem du gearbeitet hast?

Josiane Morel: Beim letzjährigen Automation Summit und einigen darauf aufbauenden Meetings, die sich aus der UDC ergaben, hatten wir einige Diskussionen, die mich und meine Kollegen auf viele neue Ideen gebracht haben. Plötzlich konnten wir projektübergreifend über Probleme reden, auf die jeder bei der Automatisierung stößt und welche interessanten Möglichkeiten sich ergeben, diesen zu begegnen. Die Lösungen, die wir auf dem Summit fanden, treiben noch heute einige Entwickler über das Jahr hinaus an.

Was ist dein größter Nutzen auf der UDC?

Josiane Morel: Ich bin in der Lage Themen von Angesicht zu Angesicht mit so vielen Leuten zu besprechen. Das ist unglaublich. Die UDC ist häufig die einzige Gelegenheit im Jahr, um all die Leute zu treffen, mit denen ich sonst nur per E-Mail Kontakt habe oder die ich nur selten persönlich treffen kann. Und auch wenn wir uns in einem hochtechnischen und nerdigen Bereich bewegen, gibt es doch keinen Ersatz für ein echtes Person-zu-Person-Gespräch, um sich auszutauschen und das fühlt sich viel besser an.

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